Rückblick | "Ein Miteinander von Schule und Hort" - 59. Grundschule Dresden

Am 16. Juni 2015 öffnete die 59. Dresdner Grundschule „Jürgen Reichen“ ihre Türen für Pädagoginnen und Pädagogen zur Hospitation. Thematischer Schwerpunkt war die Kooperation von Grundschule und Hort im Ganztag.

Ein Thema, das sowohl bei Pädagogen als auch Erziehern eine hohe Priorität hat. Fast 90 Anmeldungen zur Veranstaltung gab es. Eine solche Anzahl an Gästen kann natürlich keine Schule aufnehmen - ein kollegialer Austausch und ein nachhaltiger Praxiseinblick, von dem alle profitieren, wären dann nicht möglich. So konnten schließlich 25 Gäste hospitieren und mit  den Vertretern von Schule und Hort im kollegialen Austausch viele Fragen zum Thema diskutieren.

Einblick in Neigungskurse und offene GTA

Bereits das zu Beginn ausführlich vorstellte Ganztags- und  Rhythmisierungskonzept, welche an der 59. Grundschule eng miteinander verbunden sind, machte die Gäste sehr neugierig. Wie beide in der Praxis umgesetzt werden, konnte man im Anschluss in den Neigungskursen und den offenen Ganztagsangeboten erleben. Trotz der vielfältigen Kurse, die fester Bestandteil des Dienstagvormittags sind und sowohl von Erzieherinnen und Lehrerinnen als auch Außenpartnern gestaltet werden, wirkte die Atmosphäre in der Schule ruhig und sehr entspannt.

Die Kinder wählen selbst aus

Die Kinder waren in ihre jeweiligen Angebote vertieft und störten sich nicht an den Besuchern von außen. Dass alles so reibungslos funktionieren kann, liegt an einem durchdachten System: Die Kinder wählen selbstständig, welchen Kurs sie besuchen möchten und können immer wieder neue Dinge ausprobieren, denn die Angebote wechseln alle sechs Wochen. In den Neigungskursen bleiben die Kinder für sechs Wochen: Bei den gleichzeitig stattfindenden offenen Angeboten können sie sogar wöchentlich wählen, wohin sie möchten. Falls die Kinder sich lieber eine sogenannte „Arbeitszeit“ nehmen wollen, um sich noch einmal intensiv mit einem bestimmten Thema auseinanderzusetzen oder um auch einfach Zeit zum Lesen haben, können sie diesen Block ebenso dafür nutzen. In dieser Zeit findet jedes Kind, was es braucht.

Mut zur Veränderung

Wie beeindruckt die Hospitanten von Konzept und Umsetzung waren, spiegelte sich in der anschließenden Austauschrunde wider. Die GTA-Koordinatorin der Schule verdeutlichte dabei, dass der Entwicklungsweg bis zu diesem Konzept lang und nicht ohne Hindernisse war. Auf diesem Weg wurde einiges ausprobiert und manches auch wieder verworfen. Damit machte sie vor allem denjenigen Gästen Mut, die gerade beginnen, über Veränderungen nachzudenken. Man müsse erst einmal anfangen und versuchen, so viele Kollegen wie möglich mit ins Boot zu holen.

Anregungen für die eigene Arbeit

Die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten schließlich, dass der Weg, den die 59. Grundschule „Jürgen Reichen“ eingeschlagen hat, der richtige ist: „Besonders gefallen hat mir die offene, sachliche Kommunikation und das Miteinander von Schule und Hort“. Viele waren begeistert vom Konzept des offenen Hauses. „Alle, die hier arbeiten,  wirkten sehr entspannt bei der Arbeit.  Man konnte sich gute Anregungen für die eigene Arbeit holen.“

 

Weitere Anregungen, gute Praxisbeispiele sowie Materialien zum Thema „Zusammenarbeit von Grundschule und Hort“ finden Sie in unserer Bibliothek.